COP21, Agenda, Karlsruhe, Grüne, Gesundheit fördern

Gesundheit darf keine Floskel sein. Oder eine Frage der Herkunft.

Ziel_3

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Doch dieses Recht steht in vielen Ländern bislang nur auf dem Papier. Mit Ziel 3 sollen alle Menschen die Chance auf ein gesundes Leben bis ins hohe Alter erhalten. Dazu soll zum Beispiel die Müttersterblichkeit deutlich reduziert werden. Es sollen weniger Neugeborene und Kleinkinder wegen vermeidbarer Erkrankungen sterben. Bis 2030 sollen ansteckende Erkrankungen wie AIDS, Tuberkulose und Malaria endgültig besiegt werden. Alle Menschen sollen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung, zu wirksamen und sicheren Arzneimitteln und Impfstoffen bekommen. Hierzu sollen die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln gegen Erkrankungen unterstützt werden, von denen vor allem Entwicklungsländer betroffen sind. Mit dem Ziel 3 sollen auch gesündere Lebensbedingungen erreicht werden. Es sollen weniger Menschen durch Verkehrsunfälle, Luftverschmutzung, unsauberes Wasser und belastete Böden erkranken oder gar sterben.

Grüne Forderungen an die Bundesregierung

Die Zwei-Klassen Medizin in Deutschland endlich beenden, durch die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung und damit eine solidarische, stabile und nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens zu schaffen.

Sozial bedingte ungleiche Gesundheitschancen abbauen, durch eine moderne Gesundheitsförderung für alle und durch die Senkung von Gesundheitsbelastungen in den Alltagswelten, wie Kindergarten, Schule oder Betrieb sowie gemeinsam mit den Ländern den Öffentlichen Gesundheitsdienst bei Prävention und Infektionsschutz stärken.

Allen Flüchtlingen in Deutschland eine diskriminierungsfreie und gute Gesundheitsversorgung gewähren, die über die bisherige Minimalversorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz hinausgeht (unter anderem Gesundheitskarte).

Den Einsatz von Antibiotika deutlich reduzieren, durch mehr Aufklärung bei der Bevölkerung, bessere Fortbildung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte und Personalstandards in Krankenhäusern sowie durch das Verbot von für den Menschen vorbehaltene Reserveantibiotika in der Tierhaltung.

Für eine deutlich bessere internationale Gesundheitspolitik einsetzen, durch verbindliche Beteiligung an der Finanzierung in der UN, durch eine Reform der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie durch eine Intensivierung des Kampfes gegen mit Armut verbundenen und vernachlässigten Krankheiten, unter anderem durch den Aufbau eines verpflichtenden globalen Fonds zur Finanzierung von Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe.