COP21, Agenda, Karlsruhe, Grüne, Hunger bekämpfen

Hunger beenden. Nachhaltige Landwirtschaft beginnen.

Ziel_2

Ziel 2 will erreichen, dass alle Menschen weltweit jeden Tag Zugang zu sicherer, nahrhafter und ausreichender Nahrung haben. Jegliche Form der Unterernährung soll beseitigt werden, kein Kind soll sich wegen Mangelernährung fehlentwickeln. Die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Mädchen, schwangeren und stillenden Frauen und älteren Personen werden dabei berücksichtigt. Die Produktivität von KleinbäuerInnen und kleinen NahrungsmittelproduzentInnen soll sich verdoppeln, sie sollen gleichberechtigten Zugang zu den notwendigen Ressourcen bekommen. Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sollen nachhaltig erfolgen und dabei helfen Ökosysteme aufrecht zu erhalten. Die genetische Vielfalt von Nutzpflanzen und -tieren muss erhalten bleiben und allen offen stehen. Investitionen und internationale Zusammenarbeit sollen erhöht werden. Der Weltagrarmarkt soll nicht durch Handelsbarrieren und Subventionen verzerrt werden. Es muss alles dafür getan werden um extreme Nahrungsmittelpreisschwankungen zu begrenzen.

Grüne Forderungen an die Bundesregierung

Für eine artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft, diese wieder an die Fläche zu binden, um die Abhängigkeit von Futtermittelimporten und den Überschuss an Gülle zu reduzieren. Außerdem die Tierhaltungsvorschriften so verbessern, dass Nutztiere nicht unter den Haltungsbedingungen und Qualzucht leiden und Antibiotika nur mehr zur Behandlung im Einzelfall benötigt werden.

Eine umwelt- und tierfreundliche Landwirtschaft und betriebliche Vielfalt fördern, indem die EU-Agrarsubventionen umgeschichtet werden. Zudem die nationale Förderung des Ökolandbaus erhöhen, unter anderem indem die Forschungsmittel in diesem Bereich deutlich erhöht werden.

Die Vielfalt an Sorten und Rassen sichern und sich konsequent für eine gentechnikfreie Lebensmittelwirtschaft sowie für eine GVO-Kennzeichnung tierischer Lebensmittel einsetzen, die unter Einsatz von GVO-Futtermitteln erzeugt wurden.

Das Menschenrecht auf Nahrung in den Mittelpunkt des Kampfes gegen Hunger und Mangelernährung stellen und sich dem Ziel der Ernährungssouveränität verpflichten, indem über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe stärkt und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in den Entwicklungsländern fördert werden.

Den Zugang zu gutem Essen in das Zentrum der Ernährungspolitik stellen und sich für den flächendeckenden Ausbau einer gesunden Kita- und Schulernährung und mehr Ernährungsbildung einsetzen. Außerdem zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung gemeinsam mit den beteiligten Akteuren verbindliche Reduktionsziele festlegen.