Ortsverband Knielingen

Der OV Knielingen hat sich gegründet, um vor Ort Politik aktiv zu gestalten. Bei unseren Treffen tauschen wir uns über aktuelle Themen aus unserem Stadtteil und übergeordnete politische Themen aus.

Kontakt: knielingen@gruenekarlsruhe.de, Klaus und Karola


Aktuelles

OV-Artikel, KNIELINGER 103, vom November 2017 

Zum Ergebnis der Bundestagswahlen 2017

Mit sehr gemischten Gefühlen betrachten wir das Ergebnis der Bundestagswahl: Wir sind sehr froh, dass Sylvia Kotting-Uhl, unsere kompetente Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe wieder in den Bundestag einzieht. Ihr Sachverstand ist für all die elementaren Themen wie Klimawandel, Atomausstieg und –entsorgung, nachdrücklicherer Umstieg auf regenerative Energien usw. in dieser Legislaturperiode besonders wichtig. Wir bedanken uns bei allen Knielingerinnen und Knielingern, die für sie und die GRÜNEN gestimmt haben. Gleichzeitig konnte die AfD ein Ergebnis erzielen, das vielen DemokratInnen große Sorgen macht. Wie sich die zukünftige Regierungskoalition zusammensetzen wird, ob die GRÜNEN eine ernsthafte Chance sehen, durch eine Regierungsbeteiligung wenigstens einige der zentralen anstehenden Themen anzugehen, wird sich vermutlich erst nach langen Verhandlungen zeigen. Wir sind gespannt!

Nun zu unseren örtlichen Knielinger Themen:

Unsere Bemühungen zur Erhaltung des Wäldchens neben der Crocoll-Halle waren leider nicht erfolgreich. Zunächst suchte die Stadt nach Protesten gegen die Rodung einen alternativen Standort für den provisorischen Schülerhort-Container. Diesen Standort lehnten jedoch die Eltern wegen der doch großen Entfernung zur Schule ab (vgl. “Knielinger” vom April 2017). Nun versuchte die GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion auf unsere Initiative hin, das Wäldchen doch noch zu retten. Auf ihre Anfrage kam im April die Antwort der Stadt, die man mit einem Satz zusammenfassen kann: “Die Rodung des Wäldchens ist alternativlos.” – Welches Mitglied des Gemeinderats, welcher “Normalbürger” hat die Zeit, die detaillierten Angaben zu prüfen und zu kritisieren? Wir haben uns ziemlich angestrengt und fassen kritisch und entnervt zusammen: Das schöne Projekt “meine grüne Stadt Karlsruhe” hat wieder einmal ein blaues Auge abgekriegt. Also: Ade Nachtigall!

Trotz unserer Enttäuschung können wir festhalten: Es gab auch einige Teilerfolge! Auf Initiative der GRÜNEN Gemeinderätin Renate Rastätter, die den Vorschlag eingebracht hatte, auf einem Teil des gerodeten Waldstücks eine Blumenwiese anzulegen, gab es im Sommer einen Vor-Ort-Termin mit dem Leiter des Gartenbauamtes. Er sagte zu, dass eine Magerwiese angelegt wird, wichtig für die immer weniger werdenden Schmetterlinge und sonstigen Insekten und zur Erfahrung für die Kinder. Nach Möglichkeit sollen auch zwei große Bäume erhalten bleiben, außerdem wird eine Hecke aus einheimischen Sträuchern gepflanzt

Als nächste Aufgabe steht an: Bis zur vorgesehenen Eröffnung des Hortprovisoriums im April 2018 muss der Weg von der Schule zum Hort für die Kinder sicherer gemacht werden!  Auf Initiative unseres Ortsverbandes wandte sich die GRÜNE Gemeinderatsfraktion mit dieser Forderung sowie Vorschlägen an die städtische Verwaltung. Eine Antwort steht bei Redaktionsschluss noch aus.

Geh- und Radwege ins Tiefgestade:

Foto einer ähnlichen Anlage. Das Bauamt prüft noch, welches Geländer erforderlich sein wird: einseitig oder beidseitig?

Foto einer ähnlichen Anlage.
Das Bauamt prüft noch, welches Geländer
erforderlich sein wird: einseitig oder beidseitig?

VertreterInnen der Knielinger GRÜNEN konnten in mehreren Gesprächen mit dem Gartenbauamt erreichen, dass der in die Jahre gekommene Fußweg neu angelegt wird, der bei der Crocoll-Halle vom Brurain zum Neubaugebiet Sandberg und den bestehenden Wohngebieten an der Rheinbergstraße führt:
Neben einer neu angelegten Treppenanlage wird es dann auch eine befestigte zweispurige Schiebemöglichkeit für Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren usw. geben!

Eine solche Treppe kostet knapp 100.000 Euro – und wird in den städtischen Haushalt für das Jahr 2019 eingeplant. Wir freuen uns schon jetzt auf diese deutliche Verbesserung der wichtigen Stadtteilverbindung zum Einkaufen, zu den Kindergärten und zur Schule!

Parkmarkierung und Gehweg in der Reinmuthstraße

Häufige Engstelle bei der Post.

Eine Knielinger Bürgerin hat uns auf die neu angelegten Parktaschen angesprochen. Sie schlug vor, dass vor der Poststelle in der Reinmuthstraße eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder, Kinderwagen und Rollatoren eingerichtet werden sollte. Auf dem verengten Gehweg finden die nur schlecht Platz und versperren den Weg. Wir wandten uns mit dieser Anregung an die Stadtverwaltung, die bestätigte, dass die derzeitige Situation unbefriedigend ist. Nachdem uns zunächst zugesagt wurde, dass auf dem dort markierten Pkw-Stellplatz ein Fahrradständer platziert werden soll, ergab unsere Nachfrage zum Sachstand im September, dass nun nur eine Markierung der Fläche geplant sei, ein Fahrradständer als unpraktisch angesehen wird. Unsere Bedenken: Vermutlich wird der nur markierte Fahrradplatz häufig zugeparkt werden. Unser Vorschlag, Pfosten zur Abgrenzung aufzustellen, soll bedacht werden. Wir sind gespannt!

Gibt es in Knielingen zu wenige Abfallbehälter?

Leider viel zu oft finden sich an Geh- und Spazierwegen Verpackungs– und anderer Müll sowie sogar gefüllte Hundekottüten. Die Frage stellt sich: Gibt es zu wenige und/oder schlecht platzierte Abfallbehälter in Knielingen? Entsprechende Rückmeldungen von KnielingerInnen, die bei der Dreck-Weg-Aktion mitmachten bzw. die ihre Hunde ausführen und Entsorgungsmöglichkeiten vermissen, legten dies nahe. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Herrn Schubert, Leiter des Gartenbauamtes West, konnte vereinbart werden, dass ein Abfallbehälter aus dem Kinderspielplatz näher an den Gehweg der Eggensteiner Straße versetzt wird, so dass hier eine leicht erreichbare Entsorgungsmöglichkeit vorhanden ist; ein neuer zusätzlicher Behälter wurde bei der Treppe beim Abgang vom Brurain ins Tiefgestade (Sandberg 2) aufgestellt. Herr Schubert machte darauf aufmerksam, dass von den Bürgerinnen und Bürgern vielfach die Abfallbehälter im weiteren Umfeld nicht wahrgenommen werden – was wir an einigen Stellen tatsächlich auch bei uns selber feststellen mussten. Daher erbaten wir eine Übersicht über alle Abfallbehälter des Gartenbauamtes in Knielingen, die Sie auf der folgenden Seite finden. An allen Haltestellen von Bahn und Bus gibt es, laut VBK, ebenfalls Behälter.

Wenn Sie der Meinung sind, dass an bestimmten weiteren Stellen Abfallbehälter benötigt werden, können Sie sich über die Behörden-Nummer 115 direkt an die Stadtverwaltung wenden. Auch wir als GRÜNER Ortsverein bieten über das Büro der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion hierbei Unterstützung an.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!

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Übersicht über Abfallbehälter in Knielingen

Zur Verfügung gestellt vom Gartenbauamt West, Sept. 2017

5 Abfallbehälter Knielingen_01.09.17

 

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OV-Artikel, KNIELINGER Nr. 102 vom Mai 2017

Kann ein Wäldchen hohe Wellen schlagen?…..In Knielingen schon: Die Viktor-von-Scheffel-Schule wird saniert. Dadurch ergibt sich u.a. die Notwendigkeit, den Schülerhort  für ca. 5 Jahre provisorisch in Containern unterzubringen. Auf einer Informationsveranstaltung am 9.1. stellte Bürgermeister Lenz mit seinem Team die Planung vor: Die Container sollen neben der Reinhold-Crocoll-Halle (Sporthalle am Brurain/ Eggensteiner Straße) eingerichtet werden. Das dort befindliche Wäldchen soll gerodet werden.

Nachtigall, Quelle NABUDagegen gab es Einwände von Seiten des Bürgervereins, des BUND und der GRÜNEN. Der Alternativvorschlag: Das Wäldchen soll gerettet werden! Mitten im Wohngebiet haben wir hier noch ein einmaliges Stück wild gewachsener Natur. Hier singen und brüten sogar Nachtigallen. Dies musste natürlich einem Gutachter entgehen, der angeblich im Oktober 2016 den Wert des Wäldchens eher niedrig einstufte: Da waren die Nachtigallen schon weggezogen. Bürgermeister Lenz zu diesem Thema: “ich will ja nicht sagen, dass das Unkraut ist” – ein bekannter Rednertrick, um eine Sache schlechtzureden. –

Zwei alternative Standorte für die Container wurden von den Kritikern am 9.1. vorgeschlagen. Eine Prüfung wurde zugesagt. Ergebnis: auf einer 2. Veranstaltung am 30.1. wurde als alternativer Standort ein Gelände der Volkswohnung hinter dem Brauhaus präsentiert. Dagegen protestierten nun zahlreiche Eltern wegen der Entfernung. – Die Rodung stand unmittelbar bevor, da ergab eine Nachfrage beim Gartenbauamt, dass die Container nicht so schnell geliefert werden könnten, die Rodung werde auf den Herbst verschoben. Hier bietet sich nun eine Chance, die Rodung dieses Stücks “wilder” Natur  doch noch zu verhindern. Die Gemeinderats-Fraktion der GRÜNEN wird mit einer Anfrage die Stadtverwaltung zur Suche nach einem annehmbaren alternativen Standort für das Schülerhort-Provisorium ermuntern.Von selbst kam diese leider nicht auf die Idee. Aber sie wirbt ja für ein grünes Karlsruhe. Wir nehmen sie beim Wort!

Rad- und Gehwege: Bereits im vorigen Knielinger hatten wir über unsere Bemühungen berichtet, die Wegeverbindungen vom und ins Tiefgestade zu verbessern, auch besser zu beleuchten und auszuschildern:

Verbindung Sandberg 2 zu BrurainDer Weg vom Brurain bei der Crocoll-Halle zum Neubaugebiet Sandberg 2 sollte auch für Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren gut nutzbar sein. Es werden viele Familien dorthin ziehen, die für ihren täglichen Weg zu Kindergarten, Schule oder Einkauf den direkten Fußweg nehmen bzw. hier ihr Rad schieben können wollen.

Und auch die 2. Verbindung vom Tiefgestade zur Eggensteiner Straße  (Zickzackweg bei Hausnummern 81/83)  müsste aus unserer Sicht verbessert werden, vor allem, indem der Weg so verbreitert wird, dass man sich zu Fuß, mit dem Rad, dem Rollstuhl oder dem Kinderwagen gefahrlos begegnen kann.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir durch beharrliches Nachfassen bei den VertreterInnen der zuständigen Ämter Verständnis für die besonderen Bedürfnisse vor Ort erreichen konnten. Wir werden die Planungen und Umsetzungen weiter kritisch und mit unseren Vorschlägen verfolgen!  Und auch bei der Offenen Sprechstunde der Kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Karlsruhe, Frau Wernert, am 21. Februar in Knielingen, trugen wir das Anliegen vor, dass diese beiden Wege möglichst behindertengerecht gestaltet werden sollten. Frau Wernert, die erst vor kurzem ihr Amt angetreten hat, nahm unser Anliegen positiv auf und versprach, sich dafür einzusetzen.

Als uns gleich zu Anfang des Jahres auffiel, dass Bäume am Spielplatz an der Eggensteiner Straße offenbar zur Fällung gekennzeichnet waren, richteten wir sofort eine schriftliche Anfrage an Herrn Schubert vom Gartenbauamt, was hier geplant sei. Denn unseres Erachtens sind die zwei großen Robinien im Sandbereich als Schattenspender im Hochsommer enorm wichtig. Und die vier kleineren Bäume an der Böschung zum Friedhof bieten Vögeln und Insekten Raum. Laut Herrn Schubert hatten Untersuchungen ergeben, dass die großen Robinien wegen Pilzbefalls und der daraus resultierenden mangelnden Standfestigkeit gefällt werden müssten; die kleineren Bäume an der Böschung sollten u.a. wegen Rodelmöglichkeiten entfernt werden. Unsere weitere Nachfrage und Bitte wegen baldiger Nachpflanzungen erbrachte die Information, dass voraussichtlich im Herbst diesen Jahres Eschen gepflanzt werden.

Herr Schubert verwies außerdem darauf, dass die Fällliste als Pressenotiz mit dem entsprechenden Link regelmäßig im Oktober in der Stadtzeitung veröffentlicht wird:

Bestehende Güterbahntrasse als Südumfahrung Knielingens nutzen! Als Knielinger Grüne begrüßen wir es sehr, dass es im Januar im Gemeinderat einen Interfraktionellen Prüfauftrag unter grüner Federführung gab: Seitens der Stadt sollte geprüft werden, ob auf der bestehenden, sehr gering genutzten Güterbahnstrecke durch das Industriegebiet bei Siemens eine Anbindung der Südtangente an die B 36 in Richtung Norden möglich ist. Dieser Vorschlag könnte, so meinen wir, der seit Jahren laufenden Diskussion um eine direktere B 36-Anbindung der Südtangente eine ganz neue Richtung geben und sollte genau und wohlwollend geprüft werden! Der vollständige Antragstext und die Antwort der Verwaltung sind online zu finden unter: http://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/Gruene-Fraktion/antraege/2017/0120at01.htm

Die inzwischen erfolgte Stellungnahme der Stadtverwaltung ergab nun, dass sie aus rechtlichen und technischen Gründen diesen Vorschlag nicht weiter verfolgen will. Die Antragsteller und wir Knielinger Grüne bedauern dies!

Nun möchten wir noch Sylvia Kotting-Uhl zu Wort kommen lassen – unsere grüne Kandidatin für Karlsruhe für die Bundestagswahlen im Herbst:

Sylvia-Kotting-Uhl, Pressephoto

Liebe Knielinger Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bundestagswahl in diesem Jahr wird ganz im Zeichen von Sicherheitsdebatten und Umgang mit Flüchtlingen stehen. Hier haben wir tatsächlich nachzuarbeiten. Behördenversagen wie im Fall Amri darf es nicht mehr geben. Mehr Sicherheit muss und darf aber nicht zulasten unserer Humanität, unserer individuellen Freiheit und Selbstentfaltung und unseres Rechtsstaates gehen. Kein Trump-Staat in Deutschland!

Über der Tagespolitik dürfen wir die langfristigen Bedrohungen unseres Lebens auf diesem Planeten nicht vergessen. Auch unsere Kinder wollen noch in Sicherheit und Frieden leben. Wir müssen das Klima schützen, dafür braucht es die Energiewende und weniger Treibhausgase aus Industrie, Verkehr und Landwirtschaft. Die Themen drängen, der Planet lässt über seine Grenzen nicht mit sich verhandeln. Ökologische Lösungen müssen im Bund wie in der Kommune Vorrang haben. So muss z.B. in Karlsruhe statt der 2. Rheinbrücke eine ökologisch verträglichere Lösung umgesetzt werden.Ich bin mit Leib und Seele Umweltpolitikerin, die sich auch für eine solidarische Gesellschaft, Humanität und persönliche Freiheit einsetzt. Ich will ein lebenswertes Karlsruhe und ein lebenswertes Deutschland.

Ihre Sylvia Kotting-Uhl

 

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In seinem Artikel (in der 101. Ausgabe des Mitteilungsblattes des Knielinger Bürgervereins/November 2016) beschäftigt sich der grüne Orstverband mit den Ergebnissen der Landtagswahlen im März 2016, mit den Themen 2. Autobrücke über den Rhein, Wegeverbindungen innerhalb des Ortsteils, fehlender Bordsteinabsenkung, fehlenden Abfallbehältern (besonders für Hundekottüten) sowie dem anvisierten Standort eines neuen Schülerhorts.

Die Landtagswahlen im März erbrachten ein sehr erfreuliches und überzeugendes Ergebnis und zeigten, wie viel Vertrauen grüne Politik in weiten Teilen der Bevölkerung genießt. Beide grüne Karlsruher Kandidaten konnten das Direktmandat gewinnen.

Bettina Lisbach hat in den vielen Jahren als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Karlsruher Gemeinderat ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit bewiesen und wird diese, da sind wir sicher, auch im Landtag im Interesse von Karlsruhe einbringen, wie das auch Alexander Salomon, unser Direktkandidat für den Wahlbezirk West, in den zurück liegenden fünf Jahren als Landtagsabgeordneter gemacht hat. Beide Abgeordnete sind über ihre Wahlkreisbüros in Karlsruhe selbstverständlich gerne AnsprechpartnerIn für Ihre Anliegen.

Das Thema 2. Autobrücke über den Rhein beschäftigt uns bekanntlich schon sehr lange. Auch die Karlsruher Grünen waren überrascht von dem Interview mit Verkehrsminister Winfried Hermann im August, in dem er die Beschleunigung des Verfahrens ankündigte. Dies sei zu erwarten, weil der Bund erstmals Bereitschaft signalisiert habe, die Planungsverfahren für eine 2. Autobrücke und für eine Querspange zwischen Rheinbrücke und B 36 zu entkoppeln. Die Karlsruher Grünen bleiben bei ihrer Ablehnung einer solchen 2. Rheinbrücke und haben ein Gespräch darüber beim Verkehrsminister eingefordert.

In der konkreten Arbeit in Knielingen waren die Wegeverbindungen im Stadtteil ein Schwerpunkt unseres grünen Ortsverbands. Nicht nur die Grünen Karlsruhes fordern gute und sichere Rad-und Fußwege, sondern die gesamte Stadtverwaltung sieht dies bekanntlich als ihr Anliegen: Karlsruhe möchte „die“ Fahrradstadt Süddeutschlands werden.
Diesem Ziel widersprechen allerdings nach unserer Auffassung Zustand bzw. Planungen für zwei wichtige Verbindungen zwischen Tief- und Hochgestade, und zwar die Wege zwischen dem Neubaugebiet Sandberg 2 und dem Brurain und zwischen der Blindstraße und der Eggensteiner Straße.

Sie sind wenig benutzerfreundlich, fast schon gefährlich, dunkel und verschmutzt sowieso. Unser Ortsverband erstellte daher detaillierte Vorschläge zur Verbesserung der Situation und sandte diese im Februar an das Stadtplanungsamt. Zusammengefasst waren unsere Vorschläge:

1 Weg Sandberg 2 - zu BrurainDer zukünftige Weg beim Sandberg sollte breiter sein als die bisherige Treppe, auch mit Kinderwagen, Rollator und zumindest zum Schieben eines Rades bequem nutzbar und so ausgeleuchtet sein, damit er angstfrei benutzt werden kann.

2 Treppe Blindstr. zu Eggenst. Str.

Für den anderen Weg, nämlich die Treppe zwischen Blindstraße und Eggensteiner Straße, forderten wir ein beidseitiges  Treppengeländer, die ziemlich steilen Stufen sollten durch einen weißen Streifen vorne sichtbarer und dadurch sicherer gemacht werden, eine Beleuchtung sollte auch im oberen Bereich vorhanden sein. Der Radweg in diesem Bereich sollte um ca. 20 cm verbreitert und die Schräge weggenommen werden, um ein gefahrloseres Befahren in beiden Richtungen zu ermöglichen, der obere Zugang sollte einsehbarer gemacht werden durch ein Versetzen des Streugutbehälters.
Bei allen Wegen ist eine regelmäßige Reinigung, außerdem eine sichtbare Kennzeichnung nötig, damit nicht nur Insider sie finden.

Nach langen und hartnäckigen Bemühungen unsererseits gibt es inzwischen Offenheit für unsere Anliegen. Wie uns mitgeteilt wurde, soll der neu zu gestaltende Weg am Brurain möglicherweise breiter gebaut werden, damit Fahrräder und Kinderwägen gut geschoben werden können. Dies ist wegen der notwendigen Zustimmungen verschiedener Ämter aber noch nicht “in trockenen Tüchern”. Wir bleiben jedenfalls dran und fragen weiterhin nach.

Für die Verbindung bei der Blindstr. steht eine Rückmeldung zur konkreten Umsetzung unserer Vorschläge noch aus. Auch hier werden wir immer wieder nachhaken.

3 Bordstein H.-KöhlstraßeIm Juli monierten wir eine fehlende Bordsteinabsenkung an der Kreuzung Hermann-Köhl-Straße/Pionierstraße. Der 5,5 cm hohe Bordstein kann weder von RollstuhlfahrerInnen noch von Kindern, die mit dem Roller oder Fahrrad auf den angrenzenden Spielplatz wollen, gut und gefahrlos überwunden werden. Die Antwort des Tiefbauamts war rasch, aber leider nicht im unserem Sinn: Der Bordstein stelle kein Hindernis dar, soll aber bei einem Umbau des Gehwegs dem heutigen Standard angepasst werden. Kurzfristig werde das nicht geschehen, ein möglicher Termin wurde uns trotz Nachfrage nicht genannt. Eine sehr unbefriedigende Auskunft. Bekanntlich müssen radelnde Kinder bis zu 8 Jahren den Gehweg benutzen, die Strecke ist u.a. Schulweg für das Neubaugebiet. Sollte bis zum Erscheinen des KNIELINGERS im November der Bordstein noch nicht abgesenkt sein, können sich betroffene Eltern direkt an das Tiefbauamt, Herrn Enderlin, Tel. 133-6666 wenden und um Abhilfe bitten.

Bei der Müllsammelaktion im April hatte es sich gezeigt, dass unerfreulicherweise viele Tüten mit Hundekot gefüllt vor allem entlang des Geh- und Radwegs von der Eggensteiner  zur Blindstraße lagen. Dort und anderswo fehlen allerdings auch Abfallbehälter, in denen sie entsorgt werden könnten, so dass wir der Stadtverwaltung  fünf zusätzliche Standorte vorgeschlagen haben.

Für Knielingen gibt es seit längerem Überlegungen für einen zusätzlichen Schülerhort. Der Bedarf ist durch das Neubaugebiet Knielingen 2.0 und die Betreuungswünsche der Eltern gegeben. Bisher sind wir davon ausgegangen, dass hierfür ein Gebäude im Neubaugebiet neben dem Brauhaus errichtet werden soll. Nun ist uns jedoch zu Ohren gekommen, dass ein anderer Standort geplant sei, nämlich neben der Reinhold-Crocoll-Sporthalle an der Eggensteiner Straße. Dafür würde dann das dort befindliche kleine Wäldchen gerodet.

Wir haben deshalb um Auskunft gebeten, welcher Standort für den neuen Schülerhort von der Stadtverwaltung aktuell vorgesehen ist und mit welcher Begründung er ausgewählt wurde. Das Wäldchen neben der Sporthalle ist ein wichtiges ökologisches Bindeglied zur „Waid“ und in die Rheinniederung, das nicht ohne Not geopfert werden sollte. Auch ist in dem durch Großindustrie und Verkehr vielfach belasteten Knielingen jeder Baum wichtig.

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Standort neuer Schülerhort Knielingen (August 2016)
Zweifellos besteht ein Bedarf an einem zusätzlichen Schülerhort , der nach bisherigen Informationen im Neubaugebiet neben dem “Brauhaus” errichtet werden sollte. Nachdem wir erfahren haben, dass ein anderer Standort geplant sei, für den ein kleines Wäldchen gerodet werden müsste, baten wir um Auskunft, welcher Standort aktuell vorgesehen ist und mit welcher Begründung er ausgewählt wurde.
Nachzulesen unter:  Brief an Stadtplanungsamt, 29.08.2016

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Mehr Abfallbehälter für Entsorgung von Hundekottüten nötig! (August 2016)
Bei einer ehrenamtlichen Müllsammelaktion in Knielingen im April 2016 hatte sich gezeigt, dass viele gefüllte Hundekottüten entlang bestimmter Spazier- und Hundeausführwege lagen. Dort fehlen allerdings auch Abfallbehälter, so dass wir der Stadtverwaltung fünf zusätzliche Standorte vorgeschlagen haben.
Nachzulesen unter: Brief an Abfallamt, 27.08.2016

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Fehlende Bordsteinabsenkung (Juli 2016)
Wegen fehlender Bordsteinabsenkung, die Rollstuhl- und Gehwagennutzende sowie Kinder mit Fahrrädern behindert, schrieb der OV die zuständige Behörde an.
Nachzulesen unter: Brief an Tiefbauamt Karlsruhe, 01.07.2016

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Vorstellung des neuen OV der Grünen in Knielingen (April 2016):
In der 100. Ausgabe des Mitteilungsblattes des Bürgervereins Knielingen e.V. stellte sich unser OV den Bürgerinnen und Bürgern Knielingens vor, berichtete von seinen bisherigen Tätigkeiten und legte seine Einschätzungen zu verschiedenen Themen – wie z.B. zu einer 2. Auto-Rheinbrücke dar.
Nachzulesen unter: Grüner Beitrag 100. Knielinger April 2016 

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Verbesserung von Rad- und Fußwegen in Knielingen (Februar 2016)
Nicht nur die Grünen Karlsruhes fordern gute und sichere Rad-und Fußwege, sondern die gesamte Stadtverwaltung sieht dies bekanntlich als ihr Anliegen: Karlsruhe möchte „die“ Fahrradstadt werden. Diesem Ziel widersprechen allerdings nach Auffassung des OV Knielingen Zustand bzw. Planungen für zwei wichtige Verbindungswege zwischen Tief- und Hochgestade in Knielingen. Der OV befasste sich daher gründlich mit diesen Wegen, erstellte detaillierte Vorschläge zur Verbesserung der Situation bzw. Planungen und sandte diese an das Stadtplanungsamt.
Nachzulesen unter: Radwegebrief an Stadtplanungsamt, 28.2.2016

Wiederholte Nachfragen bei den Zuständigen des Stadtplanungsamtes ergaben die Zusage, dass man sich mit diesen Vorschlägen befassen und auch einen Vor-Ort-Termin zusammen mit anderen Ämtern organisieren werde. Dieser Termin hat bisher leider noch nicht stattgefunden.

Nach langen und hartnäckigen Bemühungen unsererseits  gibt es inzwischen Offenheit für unsere Anliegen. Es wird in Aussicht gestellt, dass der neu zu gestaltende Weg am Brurain breiter gebaut wird, damit Fahrräder und Kinderwägen gut geschoben werden können.

Wir werden über den weiteren Verlauf unserer Bemühungen berichten.

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Stadtteilentwicklungskonzept für Knielingen:
Fast ein Jahr lang ( 2015 / 2016) fand in Knielingen ein Stadtteilentwicklungsprozess statt, bei dem Bürgerinnen und Bürger  – mit professioneller Hilfe –  die Situation in Knielingen in verschiedenen Bereichen analysierten und Verbesserungsmöglichkeiten und -ziele berieten. Daraus entstand das “Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept KNIELINGEN 2030”, das am 20.09.2016 im Gemeinderat vorgestellt und beraten wurde.

Ekkehard Hodapp, grünes Gemeinderatsmitglied und in der Fraktion Ansprechperson für den Stadtteil Knielingen, hielt hierzu folgenden Redebeitrag.

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