Nach dem Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft: Alexander Salomon besucht Remchingen

Der Landtagsabgeordnete Alexander Salomon (Grüne) besuchte am gestrigen Montag, zusammen mit der Sprecherin des Grünen Kreisverbandes Pforzheim und Enzkreis, Frau Katrin Lechler, dem Vorstandsmitglied des Grünen Ortsverbandes, Herr Manfred Holzinger, und der Wahlkreismitarbeiterin, Frau Andrea Schwarz, den Ort des Brandes der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Singen. Beim Vor-Ort-Termin konnte er sich persönlich ein Bild der Situation machen. „Ich bin sehr schockiert über diesen niederträchtigen Brandanschlag. Diesen Angriff auf unsere offene und vielfältige Gesellschaft können und werden wir nicht hinnehmen“, so Salomon.

Nach Information und Schilderung der aktuellen Lage durch Herrn Bürgermeister Prayon zeigte sich Salomon sichtlich beeindruckt vom Engagement der Menschen vor Ort und der Solidarität im Nachgang zum Brand. „Die Menschen in Remchingen zeigen Flagge gegen diese Tat. Unsere Hoffnung liegt nun in den Ermittlungen der Polizei bzw. des Staatsschutzes – wobei mir die Rahmenbedingungen und die Professionalität des Vorgehens der Täter große Sorgen bereiten.“

Einig sind sich der Abgeordnete und der Bürgermeister, dass die Flüchtlinge auch weiterhin dezentral untergebracht werden sollten. Die Gemeinde Remchingen kommt so ihrer Verpflichtung zur Unterbringung der Flüchtlinge und der schnellen Integration nach. „Der Bürgermeister und sein Amt für Bildung und Familie leisten hierbei eine vorbildliche Arbeit“, resümiert Salomon.

Zum Abschluss betont Salomon, wie wichtig es sei, unabhängig von der genauen Motivlage und dem Hintergrund des Brandanschlags, den immer wiederkehrenden Vorurteilen und Ängsten in der Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen mit einer klaren Position und Fakten entgegenzutreten. Insbesondere ist nicht auszuschließen, dass es sich hierbei um einen Anschlag der rechten Szene handelt, die gerade im Landkreis Karlsruhe sehr stark vertreten ist.

„Weder hier noch irgendwo in Deutschland ist Platz für Hass und Ausgrenzung – daher dürfen und werden solche Taten auch keinen Nährboden finden haben“, ist sich Salomon sicher.