Verbesserung Rad- und Fußwege in Knielingen zwischen Tief- und Hochgestade

Stadt Karlsruhe
Stadtplanungsamt
Lammstr. 7
76 133 Karlsruhe

28.2.2016

Verbesserung Rad- und Fußwege in Knielingen zwischen Tief- und Hochgestade

Sehr geehrte Damen und Herren,

im neuen Teil von Knielingen gibt es zwei Wege, die die Wohngebiete über das Hochufer hinweg verbinden. Beide halten wir für verbesserungswürdig, damit sie dem vorgesehenen Zweck auch wirklich gerecht werden und der Fußgänger- und Radverkehr gefördert wird.

Die Bewohner des neuen Wohngebietes Sandberg 2 und aus dem Bereich Blind-/Blenkerstr. sollten gefahrlos und ohne Pkw-Benutzung in andere Teile Knielingens kommen können (Einkauf, Ärzte, Schulen, Kindergärten). Auch ist eine gut nutzbare Verbindung von den höher liegenden Stadtvierteln zu den Naherholungsgebieten, dem Rhein sowie dem Sportpark wichtig, ohne dass Verkehrsstraßen benutzt werden müssen.

Konkret schlagen wir vor:

1. Weg zwischen Sandberg 2 und Am Brurain

Dieser Weg war bisher ausschließlich für Fußgänger angelegt, laut Abwägung zum Bebauungsplan soll dies auch so beibehalten werden. Räder können nach Meinung der Stadtplanung geschoben werden. Spuren neben der Treppe zeigen zwar, dass dies auf Kosten der Böschung von sportlicheren Radfahrern praktiziert wird, für ältere Personen ist das aber weniger praktizierbar, schon gar nicht über die Treppen oder mit befülltem Fahrradkorb. Der Umweg über die enge und zugeparkte Rheinbergstr. und dann die Östl. Rheinbrückenstr. ist dort vor allem in östlicher Richtung durch die Parallelführung zur Rheinbrückenstr. gerade für Schulkinder nicht ungefährlich, weil es an der zu passierenden Kreuzung mit der Eggensteiner Str. aus mehreren Richtungen kreuzenden Verkehr gibt. Auch halten wir den Verweis auf die Möglichkeit einer Busverbindung zu Einkaufsmöglichkeiten in Knielingen (Fahrt hin und zurück kostet knapp 5€) nicht zielführend.
Da die Stadtplanung aber nicht ausgeschlossen hat, dass es in Zukunft zu anderen Lösungen kommt, bitten wir um ernsthafte Prüfung unserer Vorschläge:

Die zukünftige Verbindung sollte

– breiter sein als die bisherige Treppe
– auch mit Kinderwagen, Rollator und zumindest zum Schieben eines Rades nutzbar sein
– gut ausgeleuchtet sein, damit sie angstfrei benutzt werden kann.

Geprüft werden sollte, ob die Auffahrt/der Aufgang zu diesem Weg nicht schon weiter nördlich beginnen könnte, so dass die Steigung sanfter wäre und unter Umständen auch die Treppenstufen entfallen könnten (ein Baum auf der Böschung müsste entfernt werden). Dies würde den Weg auch für Menschen mit Behinderung barrierefrei machen.
Optimal wäre es, wenn die zukünftige Steigung das Befahren mit dem Rad ermöglichen würde.
2. Zwischen Blindstraße und Eggensteiner Straße

Hier gibt es schon lange eine Treppe sowie einen Rad-/Fußgängerweg. Bei beiden Verbindungen besteht Verbesserungsbedarf:

Treppe:
– es muss beidseitig ein Treppengeländer geben, nicht nur an einer Seite,
– die ziemlich steilen Stufen sollten durch einen weißen Streifen vorne sichtbarer und dadurch
sicherer gemacht werden, eine Beleuchtung sollte auch im oberen Bereich vorhanden sein;
– ständige Pflege ist nötig; dies geschah bisher zu unregelmäßig. Besonders in Zeiten von
Obst- und Laubfall sowie bei Glatteis und Schnee ist dies nötig für eine sichere Benutzung!

Rad-/Fußgängerweg:

Situationsbeschreibung:
Dieser Weg ist steil und schmal, zudem nicht eben und er fällt zur Hangseite hin ab, was seine Benutzung als Geh- und Radweg erschwert. Er wird nämlich durchaus in beiden Richtungen mit dem Rad befahren, was besonders bei „Gegenverkehr“ gefährlich wird.
Der Zugang von oben, der Eggensteiner Str. kommend, ist durch eine enge Kurve eingeschränkt, was besonders für Radfahrer hinderlich ist und die Sicht nach unten auf evtl. Gegenverkehr behindert.

Unsere Verbesserungsvorschläge:

– Weg um ca. 20 cm verbreitern,
– oberen Zugang erleichtern und einsehbarer machen, indem der Streugutbehälter versetzt wird,
– Weg erneuern: egalisieren und Schräge wegnehmen,
– Wegräumen von Fallobst und Laub, Streudienst bei Glätte.

Ausschilderungen:

Alle aufgeführten Verbindungswege sollten in beiden Richtungen gut sichtbar gekennzeichnet werden, damit nicht nur „Insider“ die Wege finden.

Im Sinne einer fahrradfreundlichen Stadt hoffen wir auf eine positive Antwort. Gerne sind wir zu einem Vor-Ort-Termin bereit.

Mit freundlichen Grüßen,

Karola Magerl-Feigl
(Für den Ortsverband der Grünen Knielingen)

Nachrichtlich: Bürgerverein Knielingen