In unseren Stadtteilen lässt es sich gut leben. Ein Thema jedoch stellt für viele Bewohner eine Belastung dar: Lärm.
Lärm wirkt sich in vieler Hinsicht schädlich auf die Gesundheit aus: dazu zählen Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und lärmbedingter Stress. Diese Reaktionen treten auch im Schlaf auf. Bereits vergleichsweise niedrige Lärmpegel können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen; die WHO empfiehlt nachts Werte um 44 dB, da darüber Schlafstörungen auftreten können.
Im Weiherfeld ist vor allem die Bahnstrecke verantwortlich. „Wenn hier nicht bald etwas geschieht, ziehe ich weg“, sagt Friedrich Schmidt als Anwohner vom Neckarplatz. Der Güterverkehr wird hier auf fünf Gleisen gebündelt und über mehrere Weichen geführt. Zwei Brücken sowie eine enge Kurvenführung verstärken den Schall zusätzlich. Die Folge ist eine hohe Lärmbelastung – insbesondere durch Weichenschläge, Kurvenquietschen und verstärkten Nachhall. Dieser Lärm tritt regelmäßig auch nachts auf und beeinträchtigt die Nachtruhe mit mutmaßlich weit mehr als 54 dB erheblich.
Unverständlich für die Anwohnenden ist es, dass die Lärmschutzwand entlang der Donaustraße ausgerechnet vor diesem besonders belasteten Abschnitt endet. „Auch wegen des zusätzlichen Straßenlärms sehe ich den Gemeinderat in der Verantwortung, sich stärker für den Gesundheitsschutz einzusetzen.“ fordert Schmidt.
Durch den Ausbau der Güterverkehrsachse wird die Zugzahl künftig weiter steigen. Deshalb sollten kurzfristig umsetzbare Maßnahmen geprüft werden, etwa technische Lärmminderung im Kurven- und Weichenbereich sowie unbedingt die Verlängerung der Lärmschutzwand Richtung Güterbahnhof. Als Ortsverband unterstützen wir die weitergehenden Forderungen der jüngst gegründeten Bürgerinitiative und drängen auf wirksame Maßnahmen gegen den Lärm und zum Schutz der Anwohner.
Machen Sie mit! Ortsverbandstreffen/Kontakt: rueppurr@gruenekarlsruhe.de, Termine: gruenekarlsruhe.de/kalender. Fritz Kölling / Jens Görisch