Beitrag des GRÜNEN Ortsverbands für den KNIELINGER Nr. 119

Gaskraftwerk RDK 9, Haushaltseinsparungen und: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Im Verlauf des diesjährigen Frühjahrs hat sich unser grüner Ortsverband Knielingen – wie auch die grüne Gemeinderatsfraktion – mit dem geplanten neuen Gaskraftwerk der EnBW RDK 9 im Rheinhafen beschäftigt.
Ja, ein Gaskraftwerk verursacht vor Ort weniger Staub- und Stickoxid-Emissionen als ein Kohlekraftwerk. Das werden wir im Westen der Stadt an besserer Atemluft bemerken können.
Dieser Erfolg wird jedoch in einer Gesamtbetrachtung zum Teil wieder zunichte gemacht, wenn – wie von den EnBW vorgesehen – Fracking-Gas aus den USA verbrannt wird, dessen Gewinnung dort zu massiven Umweltschäden führt. Oder wenn später – wie ebenfalls bereits vertraglich geplant – Wasserstoff genutzt wird, der in Katar mit Strom aus Atomkraftwerken erzeugt wurde.

Eine weitere wichtige Frage ist, ob das neue Gaskraftwerk wirklich hauptsächlich dazu dienen wird, Phasen mit Spitzenlast zu überbrücken, in denen die Energie aus Sonne und Wind nicht ausreicht.
Die vorgelegte Auslegung des Kraftwerkes spricht eher dafür, dass es in den ersten Jahren hauptsächlich im Mittellastbereich laufen wird – und damit einem zügigen Ausbau von mehr Erneuerbaren eher im Weg steht.
Die Stadt Heilbronn hat in einem städtebaulichen Vertrag mit den EnBW für ein ähnliches Kraftwerk ambitionierte Vorgaben vereinbaren können. Wir Grüne werden mit darauf achten, dass dies auch in Karlsruhe erfolgt!

Im Juli hatten wir hier in Knielingen einen interessanten Austausch mit Stadträtin Verena Anlauf und Grünen aus der benachbarten Nordweststadt. Vor allem konnte Verena viele Fragen zu den aktuell diskutierten Haushaltseinsparungen beantworten. Zu diesem Thema wird es im Herbst weitere Veranstaltungen des grünen Kreisverbandes und der Stadtverwaltung geben, bevor Mitte Dezember der städtische Haushalt für die kommenden beiden Jahre beschlossen wird.

Foto Samuel Mindermann

Wir haben mit Benjamin Bauer den neuen grünen Landtags-Kandidaten für die westlichen Stadtteile nach Knielingen eingeladen:
Am Dienstag, dem 02. Dezember 2025 wird er mit uns ab 19.00 Uhr diskutieren.
Ort ist dasNebenzimmer des Wirtshauses Rose (Neufeldstraße 29, Nähe Haltestelle Eggensteiner Straße).
Benjamin Bauers thematische Schwerpunkte bei seiner Arbeit als Stadtrat sind seit 2019 Bildungs- und Integrationspolitik. Natürlich beschäftigt er sich mit vielen weiteren Themen.
Wir und er freuen uns an diesem Abend über Ihre/Eure Fragen zu allen landespolitischen, städtischen und Knielinger Themen!

Unser Ortsverband wird im Februar zum Landtagswahlkampf ebenfalls wieder mit Infoständen auf dem Elsässer Platz vertreten und für Fragen und Anregungen ansprechbar sein.

Unsere Gärten im Herbst

Unsere Gärten können wir auch im Herbst insekten- und tierfreundlich gestalten, indem wir wilde Bereiche mit Laubhaufen, Reisig und Totholz anlegen. Solche Haufen bieten Unterschlupf für Igel, Frösche und viele Insekten, die hier ihre Winterruhe halten. Totholz sollte möglichst liegen bleiben, denn es dient Insekten und Bodenorganismen als Lebensraum und Nährboden.

Foto Karola Mager-Feigl

Auch die Nahrung im Herbst ist wichtig: Verrottendes Obst sowie hängen gelassene Früchte wie Hagebutten, Schlehen und vertrocknete Samenstände versorgen Schmetterlinge, Vögel und andere Tiere. Efeu blüht im Herbst als eine der letzten heimischen Pflanzen und bietet Nektar, während Eicheln und Haselnüsse Eichhörnchen Nahrung spenden.

Herbstblüher wie z.B. Herbstastern, Lavendel, Fetthennen, Herbst-Anemonen, Sonnenhut, und verschiedene Ziergräser wie das Lampenputzergras, Silberkerzen und die Bartblume sorgen noch bis spät in die Saison für Pollen und Nektar. Im Herbst gesetzte Frühblüher wie Krokusse oder Schneeglöckchen liefern im zeitigen Frühjahr erste Nahrung für Bienen. Gereinigte Nistkästen mit trockenem Laub bieten Schmetterlingen und Siebenschläfern geschützte Winterquartiere.

Aber auch kleinere Gärten und kleinste Vorgärten können insekten- und tierfreundlich gestaltet werden: Nicht jeden Strauch und Busch sollten wir schon im Herbst zurückschneiden und erst recht nicht die vertrockneten Samenstände, z.B. die von wildblühenden Nachtkerzen, Disteln oder anderen Gewächsen gar ganz entfernen. Sie sind Überwinterungsquartiere für viele Falter, Wildbienen, Libellen und andere Insekten, die im nächsten Jahr dann wieder bei uns leben und herumschwirren können.

Wie schön, wenn unsere Herbstgärten nicht vor allem akkurat beschnitten und „ordentlich“ ausgeräumt sind, sondern wenn sie auch im Herbst und Winter Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere bieten!

Informationen zu unseren GRÜNEN Aktivitäten für Knielingen finden Sie auf unserer Homepage: https://gruenekarlsruhe.de/ortsverbaende/ov-knielingen
Kontakt: Karin Wolff, knielingen@gruenekarlsruhe.de

Regionales Neumitgliedertreffe…
Wie geht‘s Grötzingen?