Gesundheit braucht Politik – und zwar entschlossene

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Der Public Health Index 2025 zeigt deutlich: Die deutsche Politik hat bei der Prävention versagt. Während viele europäische Länder konsequent handeln, landet Deutschland auf Platz 17 von 18 – das Ergebnis politischer Entscheidungen, nicht individueller Lebensstile.

Seit Jahren setzen vor allem konservative und wirtschaftsliberale Kräfte auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung und blockieren verbindliche Maßnahmen. Werbeverbote für Alkohol oder ungesunde Lebensmittel, höhere Preise für Tabak sowie Schutzräume für Kinder wurden abgeschwächt oder gar nicht eingeführt. Länder wie Großbritannien, Finnland oder Irland zeigen hingegen, wie wirksam klare Regeln sind.
Die Folgen sind gravierend: Rund 40 Prozent aller Todesfälle hängen mit vier vermeidbaren Risiken zusammen – Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Trotz der höchsten Gesundheitsausgaben pro Kopf in der EU liegt die deutsche Lebenserwartung unter dem Durchschnitt. Das zeigt: Geld ersetzt keine wirksame Präventionspolitik.

GRÜNE Politik fordert daher eine konsequente Kursänderung. Gesundheit muss Vorrang vor Lobbyinteressen haben. Wir brauchen verbindliche Regeln statt Appelle und ein starkes Präventionsrecht statt symbolischer Maßnahmen. Dazu gehören strengere Werbebeschränkungen für Alkohol und Junkfood, höhere Steuern auf schädliche Produkte wie Zucker, Tabak und Alkohol, verpflichtende Standards für gesunde Ernährung und eine Infrastruktur, die Bewegung erleichtert.

Prävention ist politische Verantwortung. Auch in Karlsruhe können wir handeln: mit gesundem Schulessen, lokalen Gesundheitsprojekten und aktiver Mobilität. Unterstützen Sie uns dabei, Gesundheitsschutz ernst zu nehmen und gegen Widerstände durchzusetzen.

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Jens Görisch