Die Sommerhitze des Jahres 2026 überstanden – und jetzt?

Gießkanne gießt Wasser
Jonathan Kemper via Unsplash

Eine Einordnung des Ortsverband Knielingen

Der vergangene Sommer mit seinen langen Hitzephasen mit tagelangen Temperaturen von über 40 °C hat uns allen deutlich gemacht, dass sich etwas ändert – und sich manches bereits verändert hat.

Vieles wurde dazu schon gesagt und geschrieben in den letzten Wochen. Wir Grüne meinen: Unverändert bleibt die große Aufgabe, KLIMASCHUTZ zu betreiben, hier bei uns im Land und weltweit – wofür sich die Politik, unsere Regierungen auf Bundes- und Landesebene mit allem Nachdruck einsetzen müssen!

Aber gleichzeitig gilt es, auch KLIMAANPASSUNG auf vielen Ebenen zu organisieren!
Egal, ob wir davon ausgehen, dass diese Veränderungen durch den menschengemachten Ausstoß von enormen Mengen CO2 durch fossile Brennstoffe verursacht werden, oder nicht: Wir müssen unser eigenes Verhalten, unsere Umgebung verändern, um die Folgen der Hitze abzumildern.
Denn die Tendenz der letzten Jahre zeigt, dass wir zukünftig eher mit vergleichbar heißen Sommern rechnen und damit einen Umgang finden müssen. Dazu gehören sehr viele unterschiedliche Schritte und Maßnahmen auf vielen Ebenen und in verschiedenen Bereichen. Bundes- und Landesgesetze, Stadtplanung und Natur- und Umweltschutz… alles muss ineinandergreifen und sich ergänzen.

Und nicht zuletzt zählt auch unser eigenes persönliches Verhalten und Engagement:
Das ganze Jahr über können wir in unserer Nachbarschaft und in unserem Stadtteil tätig werden. So können wir Kontakte zu Menschen aufbauen und pflegen, die in diesen belastenden Hitzewochen eventuell Unterstützungen benötigen.

Vereine und Kirchen könnten gemeinsam überlegen, welche kühlen Räume es in unserem Stadtteil gibt, die während der schlimmsten Hitzeperiode fürMenschen, deren Zuhause tagsüber zu warm ist, geöffnet werden könnten. Wie könnte solch ein Raum oder Räume für diese Zeit einladend gestaltet werden? Sind sie auch für mobilitätseingeschränkte Menschen gut erreichbar?

Es gibt die Möglichkeit, eine Patenschaft für einen Baum oder ein Beet zu übernehmen, die wir bei Bedarf regelmäßig wässern – und wenn gewünscht, auch gestalten und pflegen können.

Unser Grundstück kann auch die Nachbarschaft mit abkühlen: z.B. indem wir zubetonierte oder eng gepflasterte Flächen wieder öffnen für Grünwuchs oder durch Hof- oder Fassadenbegrünung für Schatten und Abkühlung sorgen.

Straße mit Begrünung
Straße mit Begründung (c) Grüne Gemeinderatsfraktion

Als Grüne setzen wir uns im Karlsruher Gemeinderat politisch dafür ein, dass die Stadtplanung sich umorientiert und z.B. bei Maßnahmen im Straßenraum immer auch an Entsiegelung denkt. Dafür, dass im öffentlichen Raum Bäume gepflanzt werden, wo immer dies möglich ist, und dass Versickerungsflächen, wie der Grünzug mit Versickerungsbecken in Knielingen 2.0, eingeplant werden, um Karlsruhe und Knielingen zu einer „Schwammstadt“ weiter zu entwickeln, in der Wasser bei Bedarf versickern und später wieder verdunsten kann. Es gibt dort viel Dachbegrünung sowie weniger versiegelte Wege oder Parkflächen. So kann Regenwasser versickern und bleibt dem Boden erhalten. Wasserflächen sorgen für Abkühlung, Nistgelegenheiten für Stadtvögel werden genauso mitgedacht wie attraktive Radwege und PV-Anlagen.

Wer, wie wir Grüne, davon überzeugt ist, dass der CO2-Ausstoß durch menschliche Aktivität zur Klimaerhitzung beiträgt, hat bei den täglichen Lebensentscheidungen zahlreiche Ansätze, um möglichst wenig CO2 zu verbrauchen:
–  Wege zurücklegen – aus eigener Kraft zu Fuß oder Rad, mit ÖPNV oder elektrisch
–  sich regional und saisonal ernähren
–  Solarstrom selbst erzeugen
–  bei notwendigen Heizungsumstellungen auf Wärmepumpen setzen.
Diese Entscheidungen entlasten zudem den eigenen Geldbeutel und machen uns unabhängiger von äußeren – weltweiten – Geschehnissen .

Wir möchten und müssen ins Gespräch kommen –
Karin Wolff und Karola Magerl-Feigl für den Grünen Ortsverband Knielingen, knielingen@gruenekarlsruhe.de

  Unser nächstesTreffen findet am 19. November
  um 18.30 Uhr
im Café Makni, Hermann-Köhl-Straße 32/Ecke Struvestraße statt.   Alle sind herzlich dazu eingeladen!
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