Beitrag des GRÜNEN Ortsverbands Knielingen für den KNIELINGER 103, November 2017

Zum Ergebnis der Bundestagswahlen 2017

Mit sehr gemischten Gefühlen betrachten wir das Ergebnis der Bundestagswahl: Wir sind sehr froh, dass Sylvia Kotting-Uhl, unsere kompetente Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe wieder in den Bundestag einzieht. Ihr Sachverstand ist für all die elementaren Themen wie Klimawandel, Atomausstieg und –entsorgung, nachdrücklicherer Umstieg auf regenerative Energien usw. in dieser Legislaturperiode besonders wichtig. Wir bedanken uns bei allen Knielingerinnen und Knielingern, die für sie und die GRÜNEN gestimmt haben. Gleichzeitig konnte die AfD ein Ergebnis erzielen, das vielen DemokratInnen große Sorgen macht. Wie sich die zukünftige Regierungskoalition zusammensetzen wird, ob die GRÜNEN eine ernsthafte Chance sehen, durch eine Regierungsbeteiligung wenigstens einige der zentralen anstehenden Themen anzugehen, wird sich vermutlich erst nach langen Verhandlungen zeigen. Wir sind gespannt!

Nun zu unseren örtlichen Knielinger Themen:

Unsere Bemühungen zur Erhaltung des Wäldchens neben der Crocoll-Halle waren leider nicht erfolgreich. Zunächst suchte die Stadt nach Protesten gegen die Rodung einen alternativen Standort für den provisorischen Schülerhort-Container. Diesen Standort lehnten jedoch die Eltern wegen der doch großen Entfernung zur Schule ab (vgl. „Knielinger“ vom April 2017). Nun versuchte die GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion auf unsere Initiative hin, das Wäldchen doch noch zu retten. Auf ihre Anfrage kam im April die Antwort der Stadt, die man mit einem Satz zusammenfassen kann: „Die Rodung des Wäldchens ist alternativlos.“ – Welches Mitglied des Gemeinderats, welcher „Normalbürger“ hat die Zeit, die detaillierten Angaben zu prüfen und zu kritisieren? Wir haben uns ziemlich angestrengt und fassen kritisch und entnervt zusammen: Das schöne Projekt „meine grüne Stadt Karlsruhe“ hat wieder einmal ein blaues Auge abgekriegt. Also: Ade Nachtigall!

Trotz unserer Enttäuschung können wir festhalten: Es gab auch einige Teilerfolge! Auf Initiative der GRÜNEN Gemeinderätin Renate Rastätter, die den Vorschlag eingebracht hatte, auf einem Teil des gerodeten Waldstücks eine Blumenwiese anzulegen, gab es im Sommer einen Vor-Ort-Termin mit dem Leiter des Gartenbauamtes. Er sagte zu, dass eine Magerwiese angelegt wird, wichtig für die immer weniger werdenden Schmetterlinge und sonstigen Insekten und zur Erfahrung für die Kinder. Nach Möglichkeit sollen auch zwei große Bäume erhalten bleiben, außerdem wird eine Hecke aus einheimischen Sträuchern gepflanzt

Als nächste Aufgabe steht an: Bis zur vorgesehenen Eröffnung des Hortprovisoriums im April 2018 muss der Weg von der Schule zum Hort für die Kinder sicherer gemacht werden!  Auf Initiative unseres Ortsverbandes wandte sich die GRÜNE Gemeinderatsfraktion mit dieser Forderung sowie Vorschlägen an die städtische Verwaltung. Eine Antwort steht bei Redaktionsschluss noch aus.

Geh- und Radwege ins Tiefgestade:

VertreterInnen der Knielinger GRÜNEN konnten in mehreren Gesprächen mit dem Gartenbauamt erreichen, dass der in die Jahre gekommene Fußweg neu angelegt wird, der bei der Crocoll-Halle vom Brurain zum Neubaugebiet Sandberg und den bestehenden Wohngebieten an der Rheinbergstraße führt:
Neben einer neu angelegten Treppenanlage wird es dann auch eine befestigte zweispurige Schiebemöglichkeit für Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren usw. geben!

Eine solche Treppe kostet knapp 100.000 Euro – und wird in den städtischen Haushalt für das Jahr 2019 eingeplant. Wir freuen uns schon jetzt auf diese deutliche Verbesserung der wichtigen Stadtteilverbindung zum Einkaufen, zu den Kindergärten und zur Schule!

Parkmarkierung und Gehweg in der Reinmuthstraße

Eine Knielinger Bürgerin hat uns auf die neu angelegten Parktaschen angesprochen. Sie schlug vor, dass vor der Poststelle in der Reinmuthstraße eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder, Kinderwagen und Rollatoren eingerichtet werden sollte. Auf dem verengten Gehweg finden die nur schlecht Platz und versperren den Weg. Wir wandten uns mit dieser Anregung an die Stadtverwaltung, die bestätigte, dass die derzeitige Situation unbefriedigend ist. Nachdem uns zunächst zugesagt wurde, dass auf dem dort markierten Pkw-Stellplatz ein Fahrradständer platziert werden soll, ergab unsere Nachfrage zum Sachstand im September, dass nun nur eine Markierung der Fläche geplant sei, ein Fahrradständer als unpraktisch angesehen wird. Unsere Bedenken: Vermutlich wird der nur markierte Fahrradplatz häufig zugeparkt werden. Unser Vorschlag, Pfosten zur Abgrenzung aufzustellen, soll bedacht werden. Wir sind gespannt!

Gibt es in Knielingen zu wenige Abfallbehälter?

Leider viel zu oft finden sich an Geh- und Spazierwegen Verpackungs– und anderer Müll sowie sogar gefüllte Hundekottüten. Die Frage stellt sich: Gibt es zu wenige und/oder schlecht platzierte Abfallbehälter in Knielingen? Entsprechende Rückmeldungen von KnielingerInnen, die bei der Dreck-Weg-Aktion mitmachten bzw. die ihre Hunde ausführen und Entsorgungsmöglichkeiten vermissen, legten dies nahe. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Herrn Schubert, Leiter des Gartenbauamtes West, konnte vereinbart werden, dass ein Abfallbehälter aus dem Kinderspielplatz näher an den Gehweg der Eggensteiner Straße versetzt wird, so dass hier eine leicht erreichbare Entsorgungsmöglichkeit vorhanden ist; ein neuer zusätzlicher Behälter wurde bei der Treppe beim Abgang vom Brurain ins Tiefgestade (Sandberg 2) aufgestellt. Herr Schubert machte darauf aufmerksam, dass von den Bürgerinnen und Bürgern vielfach die Abfallbehälter im weiteren Umfeld nicht wahrgenommen werden – was wir an einigen Stellen tatsächlich auch bei uns selber feststellen mussten. Daher erbaten wir eine Übersicht über alle Abfallbehälter des Gartenbauamtes in Knielingen, die Sie auf der folgenden Seite finden. An allen Haltestellen von Bahn und Bus gibt es, laut VBK, ebenfalls Behälter.

Wenn Sie der Meinung sind, dass an bestimmten weiteren Stellen Abfallbehälter benötigt werden, können Sie sich über die Behörden-Nummer 115 direkt an die Stadtverwaltung wenden. Auch wir als GRÜNER Ortsverein bieten über das Büro der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion hierbei Unterstützung an.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!